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Die Bezirkspokalauslosung der Herren, Frauen und Senioren für den Bezirkspokal 2018/2019 wurde wegen dem WM-Halbfinale einen Tag nach vorne verschoben und findet nun am Montag, 9. Juli, um 19.30 Uhr im Forum des Hohenloher Tagblatts in Crailsheim statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Michael Kukolic ist neuer Vorsitzender des Sportgerichts Hohenlohe. Er folgt auf Tobias Ehmann, der den Vorsitz abgab, als Sportrichter aber erhalten bleibt. Stellvertreter von Michael Kukolic wird Manfred Klaas. Somit ergibt sich für das Sportgericht Hohenlohe für die Saison 2018/19 folgende Zusammensetzung und Zuständigkeit: Aktive: Michael Kukolic (Vorsitzender): Bezirksliga, Kreisliga A3, Kreisliga B2; Manfred Klaas (stellvertretender Vorsitzender): Kreisliga A1, Kreisliga B1, Kreisliga B3, Kreisliga B4, Senioren, Frauen Tobias Ehmann (Beisitzer): Bezirkspokal, Kreisliga A2, Freundschaftsspiele, Turniere Jugend: Erwin Krämer (Vorsitzender Jugend): Bezirksstaffeln A-, B- und C-Junioren, Quali-Staffeln A- und C-Junioren, Jürgen Ehmann (Jugendsachbearbeiter): Bezirksstaffel D-Junioren, Quali-Staffeln B- und D-Junioren, E-, F- und G-Junioren, B-, C-, E-Juniorinnen. Viktor Enns hat sich jetzt doch dafür entschieden, auch in dieser Saison einen Verein zu trainieren. Der ehemalige Co-Trainer des FSV Hollenbach übernimmt den Unterländer A-Ligisten SC Amorbach. Dass die Wahl für die Nachfolge auf Enns fiel, war fast schon naheliegend. Der 46-Jährige (DFB-Elite-Junioren-Lizenz, Anwärter A-Lizenz RFS, DFB-Stützpunkttrainer) ist am Waldeck bereits seit zwei Jahren mit seinem Projekt Fußballwelt Heilbronn tätig und trainiert dort aktuell 20 Kinder aus verschiedenen Vereinen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren. Auch im Heilbronner Frankenstadion und beim SV Heilbronn am Leinbach ist er mit seinem Trainerteam in der Nachwuchsförderung tätig. Enns war einst Jugendnationalspieler der ehemaligen Sowetunion und war dort auch in der ersten und zweiten Liga aktiv. In der Region spielte er für den VfR Heilbronn, SV Berlichingen, SGV Freiberg, FV Lauda, SG Sonnenhof Großaspach, SG Kirchardt, FV Union 08 Böckingen, SV Leingarten, und SG Bad Wimpfen. Seit 2007 arbeitet er als Trainer im Aktiven- und Jugendbereich. "Eigentlich wollte ich nach einem Jahr als Co-Trainer beim Verbandsligisten FSV Hollenbach pausieren", erzählt Enns. Dass er sich doch anders entschied "ist auch ein Dankeschön an den SCA, der mich von Anfang an bei der Talentförderung unterstützt hat. mars/tok

Die Führungsposition ist Martin Kleinschrodt gewohnt. Viele Jahre war er Kapitän des FSV Hollenbach. Nach seiner Zeit auf dem Feld zog er an der Seite von Manager Karl-Heinz Sprügel als Sportlicher Leiter die Fäden. Nun bekommt er seine nächste Rolle: Kleinschrodt wird Nachfolger von Trainer Marcus Wenninger. Diesen beurlaubten die Hollenbacher Mitte Juni. "Die Philosophie passt nicht mehr", lautete Sprügels Begründung. "Wir wollen uns wieder offensiver präsentieren. Vor allem in der Verbandsliga." Eine Chance, aber auch ein Risiko Der ehemalige Mittelfeldspieler soll für eine neue Ausrichtung der Verbandsliga-Mannschaft sorgen. Schon zu seiner Zeit als Spieler ging er gerne voran. Kleinschrodt war der Wortführer auf dem Platz, der Motivator für seine Mitspieler. Dies muss er nun an der Seitenlinie umsetzen. "Ich freue mich natürlich darauf, obwohl ich mit einem gewissen Respekt rangehe. Das wird eine große Aufgabe, ganz klar." Es ist für beide Seiten eine Chance, birgt aber auch ein gewisses Risiko. Kleinschrodt ist ein erfahrener und verdienter Spieler, als Trainer besitzt er aber keine Erfahrung. Er ist jung, dynamisch und er kennt den Verein "Er erfüllt mehrere Kriterien, auf die wir großen Wert legen", sagt Sprügel. "Er ist jung, dynamisch und unwahrscheinlich ehrgeizig. Er kommt aus der Region, kennt den Verein und weiß, wie wir ticken." Das ist bei den Hollenbachern ein großer Vorteil. "Wir wollen ihn in Ruhe arbeiten lassen, ihm Zeit geben. Dann bin ich überzeugt davon, dass er es schafft, dass wir wieder attraktiven Fußball spielen. Jetzt zu sagen, dass wir aufsteigen müssen, wo wir einige Routiniers verloren und die Mannschaft nochmal verjüngt haben, wäre verrückt", sagt Sprügel. In der Verbandsliga vorne mitspielen lautet das Ziel. Nach der Beurlaubung von Wenninger ging die Suche nach einem geeigneten Kandidaten los. "Ich wusste, dass Martin irgendwann Trainer werden wollte. Er hat sich nicht unbedingt selbst angeboten, ich habe ihn gefragt", sagt Sprügel. "Es ist vielleicht noch etwas zu früh. Aber solche Termine lassen sich ja nicht immer planen. Ich bin von ihm zu 100 Prozent überzeugt. Vielleicht wird der eine oder andere Spieler nun doch wieder mehr Gas geben. Ich denke, dass er der Mannschaft gut tun wird. Die, die nicht mitziehen, sollen sich überlegen, ob sie nicht lieber in der Kreisliga A spielen wollen." Von der Familie gab es positive Zeichen Kleinschrodt freute sich über die Anfrage. Ging aber mit Bedacht an die Sache, sagte nicht vorschnell zu. "Ich musste mir erstmal überlegen, ob ich das alles meistern kann", sagt Kleinschrodt, der momentan auch mit dem Hausbau beschäftigt ist. Aber von der Familie gab es positive Zeichen. Also sagte er am Montagabend zu. Wohl wissend, dass er einen Umbruch einleiten muss. Auch das macht die Aufgabe nicht einfacher. Denn erfolgreich will man in Hollenbach trotzdem sein. "Ein Führungsspieler fehlt extrem. Das habe ich auch angesprochen", sagt Kleinschrodt. Mit Nico Nierichlo, Sebastian Walz und Boris Nzuzi verlor das Team viel (Oberliga-)Erfahrung und auch Führungsqualität. "Aber auch das gehört zu meiner Aufgabe, einen Führungsspieler zu platzieren", sagt Kleinschrodt. "Früher hatten wir mit Martin Schmidt, mir, Sebastian Walz oder Manuel Hofmann eine optimale Mischung." Nun gilt es für ihn, auf dem Feld die richtige Mischung zu finden. Integration der A-Jugend-Spieler ist ein wichtige Punkt "Wir wollen so gut es geht Fußball spielen. Das geht nur, wenn man auch Ballbesitz hat", sagt er. "Das wird nicht einfach. Aber wir haben ja sechs Wochen Zeit. Auch wir werden Fehler machen. Aber daraus müssen wir lernen. Mein Co-Trainer Jens Breuninger und ich werden versuchen, das Bestmögliche rauszuholen." Ein wichtiger Punkt auf der Agenda ist die Integration der Spieler aus der eigenen A-Jugend. Am Dienstag bitten Kleinschrodt und Breuninger die Mannschaft zum Trainingsauftakt. 17 Feldspieler und drei Torhüter plus zwei A-Jugendliche umfasst der Kader momentan. "Eine Stelle hätten wir gerne noch besetzt", sagt Sprügel. "In der Breite haben wir einen richtig guten Kader. In der Spitze können wird Nierichlo, Nzuzi oder Walz aber nicht ersetzen. Aber da müssen wir durch." Und dem Trainerteam muss die Zeit gegeben werden.

Am Sonntag haben sich mit den C- und B-Junioren der TG Böckingen, sowie den A-Junioren der Neckarsulmer Sport-Union die letzten Mannschaften aus dem Unterland in die Sommerpause verabschiedet. Und das jubelnd. Alle drei Teams haben den Aufstieg in die Verbandsebene geschafft. Somit spielen in der Saison 2018/2019 vier Teams bezirksübergeordnet. Die C-Junioren der TGB und NSU in der Landestaffel, die Böckinger B-Junioren sowie die U19 aus Neckarsulm jeweils in der Verbandsstaffel Nord. SC Amorbach stellt sich neu auf Viel getan hat sich in den vergangenen Wochen beim SC Amorbach. Der Bezirksliga-Absteiger stellt in der Führungsebene neu auf. Nach zweieinhalb Jahren als Spielertrainer hat Engin Olgun das Amt des Sportlichen Leiters übernommen. Sein Nachfolger auf der Trainerposition ist Viktor Enns. Bereits Ende Januar hat Olgun erste Gespräche mit Abteilungsleiter Viktor Kessler geführt. "Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich mental leer bin. Für mich war da schon klar, als Trainer zu paussieren", erzählt Olgun, der, dessen ungeachtet, seit April an seiner B-Lizenz arbeitet. Dass die Wahl für die Nachfolge auf Enns fiel, war fast schon naheliegend. Der 46-Jährige (DFB-Elite-Junioren-Lizenz, Anwärter A-Lizenz RFS, DFB-Stützpunkttrainer) ist am Waldeck bereits seit zwei Jahren mit seinem Projekt Fußballwelt Heilbronn, einer Talentförderung, tätig und trainiert dort aktuell 20 Kinder aus verschiedenen Vereinen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren. Auch im Heilbronner Frankenstadion (40 Spieler) und beim SV Heilbronn am Leinbach (15) ist er mit seinem Trainerteam in der Nachwuchsförderung tätig. Enns war einst Jugendnationalspieler der ehemaligen Sowetunion und war dort auch in der ersten und zweiten Liga aktiv. In der Region spielte er für den VfR Heilbronn, SV Berlichingen, SGV Freiberg, FV Lauda, SG Sonnenhof Großaspach, SG Kirchardt, FV Union 08 Böckingen, SV Leingarten, und SG Bad Wimpfen. Seit 2007 arbeitet er als Trainer im Aktiven- und Jugendbereich. "Wir haben schon vor Jahren mit Enns gesprochen", erzählt Kessler. Damals hat es nicht geklappt, da er bereits bei der U19 in Freiberg im Wort stand. Enns war nun erneut der Wunschkandidat. "Wir wollten keine B-Lösung, hätte Viktor abgesagt, hätte ich weitergemacht", sagt Olgun. "Eigentlich wollte ich nach einem Jahr als Co-Trainer beim Verbandsligisten FSV Hollenbach pausieren", erzählt Enns, der dann aber dem SCA doch sein Ja-Wort gegeben hat. "Das ist auch ein Dankeschön an den SCA, der mich von Anfang an bei der Talentförderung unterstützt hat. Mich hat aber auch das Konzept des Vereins überzeugt." Für Kessler ist Enns der geeignete Mann, "ein Entwicklungshelfer" , der "höherklassig gespielt und als Trainer gearbeitet hat und mit jungen Akteuren gut umgehen kann". Wie unter Olgun bleibt Hikmet Orgo Co-Trainer, der dann auch wieder als Spieler eingreifen wird. "Für mich ist Hikmet kein Co-Trainer, wir werden als gleichberechtigtes Duo arbeiten und alle Entscheidung gemeinsam treffen", sagt Enns, der sich auch im Nachwuchsbereich bei der Trainerausbildung einbringen wird. "Ich will mithelfen etwas aufzubauen, gezielt und zukunftsorientiert." Der eigene Jugendbereich steht mit im Fokus. Mittelfristig ist es das Ziel, die Nachwuchsmannschaften zu stärken und eigene Talente im Aktivenbereich zu integrieren. "Auf uns wartet viel Arbeit, aber wir haben uns in der Führungsebene breiter aufgestellt und werden die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen", sagt Kessler. Massenbachhausen und Massenbach gründen eine SGM Wie berichtet kooperieren der Bezirksligist SV Massenbachhausen und der A3-Tabellenletzte TSV Massenbach ab diesem Sommer in der SGM Massenbachhausen. Als Nachfolger von Trainer Michael Brauch wurde Michael Gläss (zuletzt SC Böckingen) verpflichtet. "Wir sind überzeugt, dass er mit seiner Erfahrung der richtige Mann ist, die SGM erfolgreich auf den Weg zu bekommen", sagt Funktionär Jochen Mühling. "Zur Verstärkung des Trainerteams sind wir noch auf der Suche nach einem spielenden Co-Trainer. Dies kann auch gerne ein Neueinsteiger sein." Im Zuge des Aufbaus der SGM gibt es einen personellen Umbruch im Kader. "Zur gezielten Verstärkung suchen wir noch ambitionierte Spieler, die charakterlich ins Team passen und uns auf diesem historischen Weg beider Vereine unterstützen", sagt Mühling (Tel. 0160 97444244). Die zweite Mannschaft in der Kreisliga B3 wird von Bernhard Kattesch (vorher SVM II) und Timm Braun (vorher Co-Trainer TSV) geführt.

Es war irgendwie anders als in den Jahren zuvor. Schon der Einstieg in die Vorbereitungsphase auf die dritte Oberliga-Saison der Neckarsulmer Sport-Union begann am Montagabend außergewöhnlich. Es wurde gesungen. Nein, es wurde kein inbrünstiges "Fußball ist unser Leben" über den Pichterich geschmettert, um den Kameradschaftsgeist zu beschwören. Vielmehr gaben die Spieler ein Lied für Ouadie Barini zum Besten, der seinen Einstieg in das 27. Lebensjahr nicht mit Kaffee und Kuchen, sondern mit Laufeinheiten feierte. Thorsten Damms Rückzug in die zweite Reihe Doch nicht nur das Geburtstagsständchen für den Offensivdribbler unterschied den Trainingsauftakt im Sommer 2018 von denen der zurückliegenden Spielrunden. Geduld und Standfestigkeit waren von den Akteuren gefordert. Die Begrüßungsrede von Sportdirektor Marco Merz mit der Kader-Vorstellung fiel ungewohnt lange aus. "Bei neun Zugängen", meinte Merz später schon fast entschuldigend in Richtung Trainer Marcel Busch. Auch die Position des Chef-Übungsleiters bei der NSU ist neu besetzt. Nach vier Jahren in vorderster Front hat sich der bisherige Trainer Thorsten Damm aus privaten Gründen in die zweite Reihe zurückgezogen, übernimmt zusammen mit Aydin Cengiz die Rolle des Assistenten-Duos. Neun neue Spieler, ein Wechsel auf der Trainerbank und sechs Abgänge: Die Neckarsulmer Sport-Union erlebt die größte Fluktuation in der Ära Merz. Und die geht immerhin schon in die zehnte Saison. Von einem personellen Umbruch will der Sportdirektor jedoch nicht reden. "Nimmt man den Kern des Teams, ist es nur eine personelle Rochade", sagt Merz. Und in der Tat, vom engeren Stammpersonal der vergangenen Runde haben lediglich Seba Öztürk und Adrian Beck den Verein verlassen. Bewährte Leistungsträger, vielversprechende Neue "Wir gehen mit unseren bewährten Leistungsträgern und vielversprechenden Neuzugängen optimistisch in die anstehende Runde", sieht Merz den Kader gut aufgestellt. "Die Mannschaft sollte nicht schwächer sein als die des vergangenen Jahres. Wir starten daher zuversichtlich, aber auch wachsam in die Saison." Merz ist einer, der Bewährtem vertraut und seine Arbeit dem Motto "Kontinuität vor Neuzugang" unterordnet. Darauf basieren die Erfolge der Neckarsulmer Sport-Union unter der Ägide des Sportdirektors. "Wir haben sechs oder sieben Spieler, die seit fünf oder mehr Jahren für Neckarsulm spielen", hebt Merz hervor. Marcel Busch: Vom Kapitän zum Trainer Vom Kapitän zum Cheftrainer - Marcel Busch betritt Neuland, geht aber mit Vorfreude in sein erstes Jahr als Coach. "Ich habe viel reflektiert und mir Gedanken gemacht, auf was ich Wert lege, was ich von meinen bisherigen Trainern mitnehme", sagt der 36-Jährige. Gespräche mit seinem Vorgänger Damm und anderen befreundeten Trainern haben geholfen, zudem liest sich Busch schlau, schmöckert in DFB-Lehrbüchern, die auch Pflichtprogramm für jeden A-Lizenz-Absolventen sind. Der frühere Zweitliga-Profi geht gut vorbereitet in sein Premierenjahr, sieht sich aber noch in der Findungsphase. "Ich durchlebe einen Lernprozess, der sich durch die ganze Saison ziehen wird", weiß Busch um die Schwere seines Aufgabenbereichs. "Mir werden Fehler unterlaufen, das gehört dazu. Wichtig ist, wie man damit umgeht." Ein Freund der Viererkette Der neue Chefstratege der NSU ist von der Taktik her variabel, aber prinzipiell ein Freund der Viererkette und von Paarbildung auf den Außenbahnen. "Ich bevorzuge die spielerische Komponente, das ist immer vom jeweiligen Gegner abhängig. Es gilt, die richtigen Lösungen zu finden", sagt Busch. "Es kann jedoch auch mal notwendig sein, rustikal und mit langen Bällen zu spielen." Da ist es von Vorteil, mit Damm und Cengiz erfahrene Assistenten im Rücken zu wissen. Neben Busch muss sich auch Damm in ein neues Aufgabengebiet einarbeiten, das aber mehr umfasst, als nur Hütchen aufzustellen. Es ist vieles anders auf dem Pichterich in diesem Sommer. Am erfolgreichen Werdegang der Neckarsulmer Sport-Union dürfte sich dagegen wenig ändern. Neuzugänge: Daniel Schmelzle (TSV Ilshofen), Jesse Weippert (Waldhof Mannheim), Mario Müller (SV Schluchtern), Maximilian Gebert (TSV Ilshofen), Amin Yazi (A-Junioren SGV Freiberg), Shepejtim Islamaj (TSG Balingen), Allesandro Hatzis (TSV Unterpleichfeld, Bayern), Marvin Reitz (A-Junioren Neckarsulmer Sport-Union), Demir Volkan (TSG Öhringen). Abgänge: Adrian Beck (SSV Ulm), Seba Öztürk (FC Union Heilbronn), Steffen Elseg (Karriereende), Pascal Hemmerich (Spvgg Bissingen), Julian Retzbach (unbekannt), Marvin Leonhardt (Göppinger SV).

Der Spaß ist wieder zurück bei Julian Nagelsmann nach 50 Tagen fußballfreier Zeit. "Die Trainingsarbeit macht ja am meisten Spaß. Es fehlt einem schon, den Ball sieben Wochen nicht am Fuß zu haben", sagte der Trainer der TSG Hoffenheim gestern nach der ersten Trainingseinheit der Saison 2018/19. Es wird eine besondere sein. Die erste für ihn als Trainer in der Gruppenphase der Champions League. Gleichzeitig die letzte als Trainer der TSG 1899. Beim nächsten Sommer-Trainingsauftakt werden die Initialen JN auf einem Leipziger Shirt prangen. Persönlicher Abschied: Julian Nagelsmann begründete gestern den ungewöhnlichen Schritt, seinen Abschied gen Leipzig so frühzeitig anzukündigen. "Es geht um meine innere Ruhe und die, die ich mit der Mannschaft habe", sagte der 30-Jährige. Die Gerüchte der Vorsaison hatten eben Unruhe hereingebracht. Durch die frühzeitige Positionierung haben beide Seiten - Verein und Trainer - Planungssicherheit. Was trotzdem geschrieben, geredet oder spekuliert wird? Uninteressant - denn: "Ich kann nicht beeinflussen, was von außen kommt." Neuzugänge: 23 Spieler waren beim anderthalbstündigen Aufgalopp in Zuzenhausen mit dabei. Die rund 200 Zuschauer nahmen erstmals die Neuzugänge Leonardo Bittencourt (1. FC Köln), Ishak Belfodil (Standard Lüttich), Joshua Brenet (PSV Eindhoven) und Rückkehrer Vincenzo Grifo (Borussia Mönchengladbach) in Augenschein. Ob sich noch etwas tut? "Wenn ich jetzt so in die Saison gehen würde, dann wäre ich zufrieden", sagt Nagelsmann über seinen Kader. Bis Ende August sind Transfers möglich. "Insgesamt ist der Markt recht träge. Zumindest in den Preisregionen, in denen wir uns bewegen können." Abgänge: "Es kann sein, dass sich bei den Abgängen noch etwas tut", sagt Nagelsmann. Der TSG-Kader ist sehr groß. Schließlich fehlten gestern die verletzten Dennis Geiger und Lukas Rupp, sowie die Nationalspieler Adma Szalai (Ungarn), Florian Grillitsch (Österreich), Havard Nordtveit (Norwegen und Ermin Bicakcic (Bosnien-Herzegowina). Spätestens Ende Juli werden die WM-Fahrer Steven Zuber (Schweiz) und Andrej Kramaric (Kroatien) zurück erwartet. "Ich glaube nicht, dass wir mit dieser ganz großen Gruppe in die Saison starten", sagt Nagelsmann. Nicht mehr zum TSG-Kader gehört Felix Passlack. Der 20-Jährige war eigentlich für zwei Jahre von Borussia Dortmund ausgeliehen, kehrt nun aber vorzeitig zum BVB zurück. Auch der Möckmühler Ermin Bicakcic könnte den Verein womöglich verlassen. Der Innenverteidiger kam zuletzt nicht wie gewünscht zum Zug und steht mit seiner körperlichen Spielweise bei englischen Clubs auf dem Zettel. Zuletzt verliehene Spieler wie Philipp Ochs (VfL Bochum), Joelinton (Rapid Wien) und Felipe Pires (Austria Wien) spielen auf Bewährung. "Jeder bekommt die gleiche Chance", sagt Nagelsmann. Klar ist aber auch: "Man muss immer im Sinne der Spieler entscheiden, ob es Sinn macht." Vorbereitung: In rund sieben Wochen, am 18. August (15.30 Uhr), steht das erste Pflichtspiel der TSG beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern auf dem Spielplan. In der Vorsaison stimmten die Hoffenheimer Europapokal-Ergebnisse nicht. Nagelsmann und sein Trainerteam haben die Vorbereitung deshalb verändert. "Nach der dritten Woche wird die Belastung an den Rhythmus, den wir auch in der Champions-League-Runde haben, angepasst", erklärt der 30-Jährige: "Es gibt einen Hauptbelastungstag unter der Woche und einen am Wochenende mit einem Testspiel. So wie das eben ab September mit den sechs Champions-League-Gruppenspielen sein wird. Ziele: Apropos Königsklasse - "die Champions League ist, was die Motivationslage anbelangt, leichter zu spielen als die Europa League", glaubt Nagelsmann, der der Auslosung am 30. August entgegenfiebert. "Die Vorrunde zu überstehen, das ist schon das Ziel", sagt er. Fürs Achtelfinale müsste mindestens Gruppenplatz zwei her. Rang drei wäre der Trostpreis. Dann ginge es im Februar 2019 in der Europa-League-Zwischenrunde weiter. Testspiel in Eppingen Vom 8. bis 13. Juli ist Hoffenheim im Trainingslager in Garmisch-Partenkirchen, vom 29. Juli bis zum 5. August in Windischgarsten (Oberösterreich). Den Fans in der Region präsentiert sich die TSG 1899 am 21. Juli (17 Uhr) in Eppingen gegen den englischen Zweitligisten Queens Park Rangers. fhu
Die Enttäuschung saß tief. Niedergeschlagen lagen die Spieler des SV Wachbach auf dem Rasen in Ingersheim. Mit 1:2 verloren sie gestern das Relegationsspiel gegen den TV Pflugfelden, der damit in der Landesliga bleibt. Nach der ersten Enttäuschung wurden dann auch die Wachbacher von ihren Fans noch gefeiert. Mit vier Bussen waren die Hohenloher angereist. Blau-Weiß waren die dominierenden Farben in Ingersheim. "Es war trotzdem ein schöner Tag. Auch mit den Fans. Ich glaube, so etwas hat im Main-Tauber-Kreis noch keine Mannschaft erlebt, so eine Unterstützung. Auch deshalb ist es etwas schade, weil die so viel auf die Füße gestellt haben." Die Wachbacher Niederlage bedeutete andererseits aber auch, dass die Relegationsverlierer VfB Neuhütten (Kreisliga B1) und SV Westheim (Kreisliga A1) nicht nachrücken und in ihren Ligen bleiben. "Jetzt ist es halt endgültig", sagt Trainer Arben Kaludra. "Es hat nicht sollen sein. Viele sind natürlich jetzt niedergeschlagen. Ohne den Punktabzug wären wir ja eigentlich Meister geworden. Aber die Leistung macht Mut. Auch für die nächste Runde." Nach den beiden Siegen in den Entscheidungsspielen (4:2 nach Verlängerung gegen Croatia Bietigheim und 1:0 gegen die SG Schorndorf), hielten die Wachbacher auch mit Pflugfelden mit, waren phasenweise gar die bessere Mannschaft. "Unser primäres Ziel war ja nicht der Aufstieg", sagt Kaludra. "Aber nachdem wir jetzt mehr als mitgehalten haben, hätten wir es gerne mitgenommen. Wir haben zwar nicht die finanziellen Mittel, aber sportlich können wir mithalten." So dürfte Wachbach auch nächste Saison in der Bezirksliga Hohenlohe zu den Topfavoriten gehören. Es waren Kleinigkeiten, die gestern den Unterschied machten. "Es war das erwartet enge Spiel", sagt Kaludra. "Wir waren jederzeit auf Augenhöhe und haben auch den frühen Rückstand sehr gut verkraftet. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit bestimmt." Doch insgesamt machte Wachbach daraus zu wenig. Erst drei Minten waren gespielt, als Erkan Orak nach einem Freistoß zum 1:0 der Pflugfeldener traf. Der SVW ließ sich dadurch nur kurz schocken und drängte dann auf den Ausgleich. Dieser fiel in der 28. Minute durch einen Kopfball von Nico Thissen. Das Problem der Hohenloher: Sie ließen bis zur Pause zu viele Chancen liegen. Sie hätten durchaus mit einer Führung in die Kabine gehen können. "In der zweiten Halbzeit waren wir dann nicht mehr so gut im Spiel", sagt Kaludra. "Es hat uns auch die Kraft etwas verlassen." Vor allem die Geschwindigkeit im Offensivspiel war nicht mehr so vorhanden wie gewohnt. Allerdings stand die Pflugfeldener Defensive auch gut. "Es war trotzdem in Ordnung", sagt Kaludra. "Die letzten Meter haben gefehlt. Die haben sich in der zweiten Halbzeit gesteigert und am Ende auch verdient gewonnen. Das Momentum war in der zweiten Halbzeit nicht auf unserer Seite." Auch jetzt hatten die Wachbacher durchaus Möglichkeiten, in der 55. Minute zum Beispiel, als ein Heber von Felix Gutsche knapp übers Tor flog, in der 93. Minute als Benedikt Dörner einen Kopfball aus drei Metern nicht richtig erwischte und kurz darauf erneut bei einem Heber, dieses Mal von Christoph Tremmel. Pflugfelden hielt in der zweiten Halbzeit auch körperlich dagegen und hatte durch Dimitris Karagiannis (70.) eine ganz dicke Möglichkeit. Doch der Ball klatschte aus spitzem Winkel gegen den Pfosten. In der 85. Minute gelang ihm dann aber der Siegtreffer aus kurzer Distanz. Nach einem Wachbacher Ballverlust im Mittelfeld ging es schnell und Karagiannis drückte den Ball gezielt über die Linie. Eine Minute später sah Philipp Volkert noch die Gelb/Rote Karte, was die Aufholjagd des SV zusätzlich erschwerte. "Wir haben uns zum Schluss nicht mehr so gut bewegt", sagt Kaludra. "Da haben sich dann auch einige Fehler eingestellt. Die ersten Spiele haben schon auch Kraft gekostet." Pflugfelden konnte sich dagegen zwei Wochen ausruhen und den Gegner beobachten. So war Interimscoach Johannes Rossbacher glücklich über den Erfolg. Er gestand aber: "In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht gut angestellt. Da haben wir denen zu viel Raum gelassen. In der zweiten Halbzeit war es dann besser. Wichtig war auch, dass wir Gutsche im Griff hatten. Am Ende war es auch verdient." SV Wachbach: Hadamek; Thissen (88. Tremmel), B. Dörner, Volkert, Ettwein, Gerner, Kißling, F. Dörner, Thomas, Botsch (77. Hahn), Gutsche. TV Pflugfelden: Hornek; Dülger, Orak (90. la Greca), Bozkurt (89. Härter), Coppola, Härter, Karagiannis, Shala, Feyhl (77. Cappella), Mercante, Parlak. Tore: 0:1 (3.) Orak, 1:1 (28.) Thissen, 1:2 (86.) Karagiannis. Schiedsrichter: Marc Packert. Zuschauer: 800.
Pascal Müller lacht gerne herzlich und legt oft seine Stirn in Falten. Der 28-Jährige macht auch bei seiner Arbeit gerne von der Mimik Gebrauch. Nein, Pascal Müller ist nicht Schauspieler. Eher das Gegenteil. Regisseur? So ähnlich. Der junge Mann aus Löchgau ist Schiedsrichter. Und Lehrer. Hier Stadion und Spielfeld. Dort Schule und Klassenzimmer. Hier wie dort hört alles auf sein Kommando. Pascal Müller lacht. "Ja", sagt er dann ernst, mit Falten auf der Stirn, "das ist eins zu eins das Gleiche." Freundschaftlich und kommunikativ ist sein Stil. Als Lehrer − und als Schiedsrichter. Als BWL- und VWL-Lehrer mit halbem Deputat an der Andreas-Schneider-Schule, dem Wirtschaftsgymnasium in Heilbronn-Böckingen. Und als Spielleiter in der 2. Bundesliga, sowie als Videoassistent und als Vierter Offizieller in der Bundesliga. "Ich bin dankbar, dass ich nach Köln in den Keller darf", sagt Pascal Müller. Drin im berühmt berüchtigten Keller war er noch nicht − bis vor kurzem leitete er Spiele der 3. Liga. Der ehemalige Fußballer des FV Löchgau, der es bis in die Bezirksauswahl geschafft hat, ist ein richtiger Aufsteiger. Auch (haupt-)beruflich: Im Sommer wird aus dem Referendar ein richtiger Lehrer. Den die Schüler schon jetzt montags mit nur einem Satz charmant in ein Gespräch verwickeln können: "Was war denn am Wochenende in der 25. Minute los?" Pascal Müllers Matchplan als Schiedsrichter für ein Fußballspiel sei immer der gleiche: "Der Schiedsrichter darf kein Thema sein." Der frische Familienvater klopft dreimal auf den Holztisch und sagt: "Zum Glück ist mir noch nie ein Spiel entglitten." Und zum Glück sei er in den zwölf Jahren, in denen er jetzt pfeift, auch noch nie körperlich angegangen worden. Warum? Vermutlich, weil er sehr viel Wert auf Transparenz lege, Konflikte nie auf die persönliche Ebene abdriften lasse. "Es gibt Dinge, die schaue ich mir nicht ein ganzes Schuljahr und kein ganzes Spiel an", sagt Pascal Müller. Wenn zwei nebeneinander sitzende Schüler dauernd Quatsch machten, gebe es in der zweiten Schulwoche eine verbindliche Ansage: "Ich habe euch ja beide gerne, aber einer von euch muss sich jetzt bitte woanders hinsetzen." Wer in der zehnten Spielminute Grenzen aufzeige, müsse sich in der 85. Minute keiner Grundsatzdiskussion stellen. Apropos: Was hält Pascal Müller vom Videoassistenten? "Der macht den Fußball gerechter. Klare, offensichtliche Fehler werden ausgemerzt. Szenen wie die mit Leon Andreasen, der für Hannover 96 einmal mit dem Arm ein irreguläres Tor erzielt hat, wird es nicht mehr geben." Der ehemaliger Banker, Müller war Vorstandsassistent bei einer Bank, freut sich auf den Kölner Keller. Der bietet neue Perspektiven: "Wenn man verletzt ist, kann man dort trotzdem eingesetzt werden." Aber nur Köln, das kann es natürlich auch nicht sein. Langfristig wolle Pascal Müller auch gerne Spiele in der ersten Bundesliga leiten. Was dringend noch geklärt werden muss: Wie hat Pascal Müller die finale Szene im DFB-Pokal-Finale gesehen, als Schiedsrichter Felix Zwayer nach Ansicht der TV-Bilder nicht auf Strafstoß für den FC Bayern entschied? Das Gefühl habe ihm etwas anderes gesagt. "Aber ich bin bei Felix Zwayer: Das Fallmuster hat da nicht zum Trefferbild gepasst." Das sei keine Schwarz-Weiß-Szene gewesen, in der es nur richtig oder falsch gibt. Sondern eine Grau-Szene. Auf dem Platz versucht Pascal Müller, Grau-Szenen zu vermeiden. Das funktioniere mit guter Kondition, gutem Stellungsspiel und guter Antizipation. "Nur wenn ich in einer sehr guten körperlichen Verfassung bin, kann ich auch in der 90. Minute noch wach sein, wahrnehmen, verarbeiten und entscheiden." Wenn Mats Hummels den Ball habe und einen langen Pass auf Robert Lewandowski in den Strafraum schlage, wo er gefällt werde, müsse er als Schiedsrichter schon durchstarten, wenn Hummels den Ball bekomme und nicht erst, wenn der in der Luft ist. "Man muss wissen: Wie spielen die Mannschaften? Wer eröffnet das Spiel?" Mit anderen Worten: Man muss seine Pappenheimer kennen. Wie im Schulunterricht.
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