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Kreispokal-Kracher steigt in Untergimpern

Eigentlich war doch alles angerichtet: Die Lostrommel stand bereit, das Clubhaus des SV Reihen war mit den Vereinsvertretern gut gefüllt. Und mit Raimund Lietzau, einem der Helden des VfB Eppingen, der 1974 im DFB-Pokal den Hamburger SV 2:1 niederrang, hatte die Auslosung des Kreispokals Sinsheim auch einen gewissen lokalen Glamour. Doch ein wirkliches Pokal-Gefühl kam an diesem Abend lange Zeit nicht auf. Das lag mitunter daran, dass die ersten Paarungen zumindest auf den ersten Blick keine großen Duelle versprachen. Um 19.22 Uhr jedoch ging ein Raunen durch den plötzlich erwachten Saal: Diese erste Runde hatte ihr großes Duell gewonnen. TSV Obergimpern gegen TSV Obergimpern, das geht nicht Zuvor bedurfte es aber eines kleinen Umwegs: Kreisligist TSV Obergimpern wurde zunächst dessen eigene Reserve zugelost. "Das geht laut Regularien nicht", sagte Kreispokal-Spielleiter Berthold Graf. Ein neuer Gegner musste also her. Lietzau zauberte kurzerhand Untergimpern aus der Trommel und bescherte den Nachbarn ein brisantes Derby. Weil die SG eine Klasse tiefer antritt, bekam sie Heimrecht. "Ein super Los", sagte Obergimperns Pressesprecher Alexander Binder. Noch während der Verlosung informierte er die Verantwortlichen des TSV, und auch dort sei die Freude groß gewesen. Zwar sei die Brisanz inzwischen etwas raus, weil es aufgrund der unterschiedlichen Ligen kaum mehr Duelle gab. "Es ist immer noch ein heißes Eisen. Mehr Derby geht einfach nicht." Weiter Weg: Mühlbach spielt in Helmstadt Ein Derby wäre auch Uwe Koser lieber gewesen, wenngleich sich der Trainer des VfL Mühlbach über den TSV Helmstadt II sportlich nicht beschweren wollte. "Aber von der Entfernung ist es das weiteste, was wir erwischen konnten." Lieber hätte er ein "geiles Derby" im benachbarten Sulzfeld gehabt. Doppelt blöd für den VfL: Wegen des Spiels muss der VfL sein Trainingslager früher beenden, um rechtzeitig zurück zu sein. Glücklich war auch Uwe Hengster nicht: Der SV Reihen bekam quasi als Gastgeschenk ein Freilos, hätte darauf aber gerne verzichtet. "Wir hätten lieber ein Spiel gehabt, da es gut in die Vorbereitung passt", sagte der Vorsitzende. Immerhin entschädigte das Los für Runde zwei, in der Reihen beim letztjährigen Finalisten Helmstadt gefordert ist. "Wir haben in Helmstadt immer gut ausgesehen, deshalb tippe ich, dass wir diesmal auch gewinnen." Thomas Hafner in alter Funktion im neuen Verein In alter Funktion, aber für seinen neuen Verein, war Thomas Hafner im Einsatz. Der 52-Jährige ist als Spielausschuss nun in seiner Heimat Kirchhardt tätig und freute sich über die Lose gegen Reihen II für die erste und Sulzfeld II für die zweite Mannschaft der Spielvereinigung: "Das sind durchaus machbare Aufgaben." Er plädierte auch dafür, die Auslosung zu einer Pflichtversammlung zu machen, da es schade sei, dass nicht alle Vereine in Reihen anwesend waren. Auch im Falle der Terminierung des Pokalfinales vertrat Hafner eine klare Meinung: Der Kreisvorstand hatte angedacht, das Endspiel analog zu anderen Kreisen am Ostersamstag statt am Mittwoch vor Himmelfahrt auszutragen. "Das verschafft dem Ausrichter zur Vorbereitung mehr Luft", argumentierte Berthold Graf. Kein Pokalfinale am Ostersamstag Das reichte Hafner nicht. "Wenn es dumm läuft, ist Ostersamstag das Finale und Ostermontag hast du ein Nachholspiel." Hinzu komme, dass ein mögliches Oster-Endspiel in der Urlaubszeit liegt. Der Argumentation folgend, stimmten die Vertreter der Fußballvereine gegen die Verlegung des Finals und überstimmten damit ihren Kreisvorstand.

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